
Wenn Francesca Walther am Schreibtisch sitzt, ist sie eine von uns. Niemand käme auf die Idee, dass sie auch eine von acht Frauen in der Schweizer Elite-Nationalmannschaft im Sportklettern ist. Sie war zweimal Schweizer Meisterin im Speedklettern und war 6. Beim Jugend-Europa-Cup.
Ausbildung trotz Leistungssports
Nach der Sportschulklasse hat die 21-Jährige das KV als «Sportausbildung» gemacht, was einfach ein Jahr länger dauert. Daneben hat sie immer Leistungssport auf höchstem Niveau getrieben. Doch eine Ausbildung waren ihr und ihren Eltern wichtig. Im National-Team ist sie eine der wenigen, die Arbeit und Sport unter einen Hut bringt.
Keine Langeweile
Ihre Wochen sind streng getaktet: dreimal in der Woche Training im Leistungszentrum Biel und sonst Training in Bern und zuhause. Im Durchschnitt sechs Tage pro Woche Training macht rund 25 Stunden die Woche. Das alles neben 60 Prozent Arbeiten in den Finanzen im Kursaal Bern. Dazu kommen Trainingsreisen in die ganze Welt. Gerade erst war sie in Japan. Zeit für Langeweile hat sie nicht.
Planungen herausfordernd
Da trifft es sich gut, dass ihre Teamleaderin auch ehemalige Sportlerin ist und Francescas Bedürfnisse gut einschätzen kann. Das Finanzteam macht möglich, was geht. Auch wenn die Wettkampfplanungen manchmal schwierig sind, weil die Teilnahme von der Qualifikation abhängt.
In Bern live erleben
Ihr Ziel für dieses Jahr ist die Europameisterschaften in Barcelona im Juli, wenn alles gut läuft. Denn noch ist nicht entschieden, wer sich für die Teilnahme qualifiziert. Und auch für ein Heimspiel – den Weltcup im Bouldern in Bern im Mai – ist die Qualifikation noch nicht beendet. Wenn alles gut klappt, ist es aber für alle aus dem Kursaal Bern-Team eine wunderbare Gelegenheit, die Verwandlung ihrer Büro-Kollegin am Schreibtisch zum Kletterprofi in der Wand zu erleben.


